GREEN SCREEN ’19 – Eckernförder Gespräche

Gestern Abend fand mit den Eckernförder Gesprächen die inoffizielle Eröffnung des diesjährigen GreenScreen Naturfilmfestivals statt. Das Motto in diesem Jahr lautete Klimaschutz? Ja klar! Aber was hilft Mensch und Natur wirklich? Ein äußerst vielschichtiges Thema, das eine spannende Diskussion versprach und die Hoffnung auf Lösungsansätze für den einzelnen Bürger schürte.

Ein kurzer Blick auf die Diskutierenden offenbarte eine Mischung aus Politik (Dr. Dorit Kuhnt, Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein), Wissenshaft (Prof. Dr. Christian Berg, Hochschullehrer für Nachhaltigkeit, Präsidiumsmitglied Club Of Rome Deutschland) und Naturschutz (Dr. Walter Hemmerling, Mitglied des Deutschen Naturerbe-Rates, Vorstand der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein). Obligatorisch natürlich mit von der Partie: Dirk Steffens, der Festivalleiter. Den Abend moderierte in diesem Jahr Michael Pakschies, Umweltbeauftragter der Stadt Eckernförde.

Wie in den Jahren zuvor, wurden über den Abend verteilt kurze Filmzusammenschnitte von je 5 – 10 Minuten Länge gezeigt. Allesamt stammten sie von Beiträgen, die es auch während des GREEN SCREENs zusehen gibt. Geteasert wurden die Reportagen Planet e. – Wenn das Klima kippt, 45 Minuten – Unser Torf sowie Saving Planet Earth: Fixing a Hole. Im Anschluss an jeden Zusammenschnitt folgten kurze Podiumsdiskussionen mit Bezug auf das Gezeigte.

Der Abend startet mit den persönlichen Erfahrungen der Diskutierenden zum Thema Klimawandel. Die Antworten reichten von Al Gores Film Eine unbequeme Wahrheit, über Hektar von abgebranntem Regenwald bis zu Vorträgen von Physikprofessoren, die dem Thema Sonneneinstrahlung und Albedo ein ganzes Semester widmeten.

Kurz zusammengefasst

Tauende Permafrostböden und trockengelegte Moore setzten Kohlenstoffdioxid frei. In Florida werden ganze Straßenzüge höhergelegt, damit sie nicht dem steigenden Meeresspiegel zum Opfer fallen. Junge Menschen verklagen die USA, da diese in ihren Augen nichts gegen den Klimawandel unternommen haben und scheinbar auch nichts unternehmen werden. Der Kohleabbau verändert und zerstört Landschaften radikal, da Kohle nach wie vor der effizienteste Energielieferant ist. Der Klimawandel ist real, ob wir wollen oder nicht. Wieso bekommen wir also unseren Arsch nicht hoch und tun etwas? Beim Ozonloch hat es doch auch funktioniert. Fehlt es uns heute an fähigen Politkern, die den Mut haben auch mal etwas zu riskieren und Unbequemes auszusprechen? All dies war am gestrigen Abend Thema und Basis für Diskussionen.

Nachfolgenden finden ihr jetzt eine etwas lang ausgefallen ausführlichere Schilderung des Abends mit abschließendem kleinen Fazit.

Permafrost und Torf

Der erste Einspieler des Abends thematisierte den tauenden Permafrostboden in der Tundra und die Trockenlegung der Moore für die Torfgewinnung im Baltikum. Bei beiden Vorgängen kommt es zur Freisetzung von Kohlendioxid aus bereits sedimentierten organischen Materialien. Denn beide Böden – sofern intakt – fungieren als Kohlenstoffsenken. Wird deren Gleichgewicht zerstört, kommt es zur Freisetzung von Kohlenstoffdioxid.

In den Permafrostböden sind Tonnen an organischem Kohlstoff in Form von pflanzlichen oder tierischen Überresten gebunden. Tauen diese Böden durch die Klimaerwärmung, werden die organischen Materialien zersetzt. In Verbindung mit Sauerstoff entsteht CO2, das an die Atmosphäre abgegeben wird. Ähnlich funktioniert dies beim Torf, hier sind es die nassen Moore die dafür sorgen, dass kaum ein Abbau organischer Stoffe stattfindet. Werden diese nun zum Abbau des Torfs trockengelegt, nehmen die Zersetzungsprozesse fahrt auf und CO2 wird freigesetzt.

Haben wir den Kipppunkt schon erreicht?

Im Anschluss an diesen Einspieler stellt sich die Frage nach dem Kipppunkt der Permafrostböden, also der Zeitpunkt an dem sich das Ökosystem so sehr verändert hat, dass es kein zurück mehr gibt. Egal, wie viele Anstrengungen unternommen werden. Um diesen kritischen Schwellenwert zu erreichen, können bereits kleinste Änderungen ausschlaggebend sein. Prof. Dr. Berg schätzt zwar, dass dieser Punkt bisher nicht erreicht wurde, ehrlicherweise wirkte seine Aussage jedoch nicht in höchstem Maße überzeugend.

Frau Kuhn plädierte in angesichts dieser verheerenden, obgleich nicht neuen Aussichten, unerwartet für einen sofortigen Stopp der Treibhausgasemissionen. Räumte jedoch gleichzeitig ein, dass das nicht möglich ist. Also wäre eine zukunftsfähige Wiederherstellung der Moore zunächst ihre Strategie. Damit stellt sie sich an die Seite von Herrn Dr. Walter Hemmerling, der sich im Rahmen seiner Tätigkeit für die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein für die Renaturierung ehemaliger Moorflächen einsetzt. Ziel ist hier ganz klar der Stopp des CO2-Ausstoßes, die Wiederherstellung der Senkenfunktion sowie Schaffung von Lebensräumen.

Quintessenz zu diesem Zeitpunkt: Eine finanzielle Unterstützung der Stiftung Naturschutz wäre wünschenswert. Außerdem sollte auf den Kauf von Torf verzichtet werden (Stichwort: Blumenerde). Das ist in Gänze natürlich äußerst schwierig, bedenkt man, das der Torf aus dem Baltikum bis nach Spanien gekarrt wird, um dort für den Anbau der Gurken und Tomaten Verwendung finden, die wir hier in den Supermärkten kaufen können.

Kohleabbau

Der zweite Filmausschnitt drehte sich um den Kohleexport Australiens und die Verdrängung ansässigen Bauern. Eine rüstige, etwa 80-Jährige Landwirtin beklagte, die Kohlekonzerne würde ihr vorwerfen, ihre Kühe seien viel klimaschädlicher als der Abbau von Kohle. Immerhin würden sie permanent Methan emittieren. Ein Gas, das bekanntermaßen 21-mal klimaschädlicher ist als CO2. Eine äußerst steile These, vor allem in Anbetracht der gezeigt Bilder: die großflächige Zerstörung von Landschaften mit einem einst mehr oder minder intakten Ökosystem.

Die anschließende Diskussion wand sich um die Frage, wie wir von der verflixten Kohle wegkommen können und thematisierte die aktuelle Ökobilanz der einzelnen Energielieferanten.

In diesem Zusammenhang folgte ein kurzer Exkurs von Prof. Dr. Berg zur Ökobilanz der einzelnen Energielieferanten und dem EROI (energy return on investment, dt.: Erntefaktor oder auch Investmentfaktor).

Energy Return On Investment

Prof. Dr. Berg führte einen sinkenden EROI für Öl an, der von einst 35:1 auf heut etwa 16:1 gesunken ist. Das bedeutet, dass heute im Schnitt für die Förderung von 16 Barrel Öl, 1 Barrel Öl aufgewendet werden muss. Ein noch akzeptabler Wert, jedoch den Aussagen von Prof. Dr. Berg folgend, knapp an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Zum Vergleich: Kohle liegt nach wie vor bei einem EROI von 35/40:1. Daher ist grade ihr Abbau auch weiterhin so lukrativ. Und die neuen Energieträger? Hier sieht es leider weiterhin schlecht aus. Biomasse hat dabei den schlechtesten EROI mit einem Verhältnis von 3:1. Photovoltaik kommt immerhin auf einen Wert von 10:1 und ist damit auf einem guten Weg.

Prof. Dr. Berg plädierte für entwicklungspolitische Investments in erneuerbare Energien in Afrika und anderen sogenannten Entwicklungsländern. Damit dort nicht die gleichen Fehler begangen werden wie einst im Westen.

Die pupsende Kuh

Frau Kuhnt war es anschließen dann noch ein Bedürfnis einen wenig sympathischen Einwand vorzubringen, man dürfe die Kuh nicht zur „Methankuh“ stilisieren. Schließlich sei das Problem nicht die Kuh. Sie mache nur 3 % des Klimagasausstoßes Deutschlands aus. Das Problem seien vielmehr unzuverlässige Landwirte und der übermäßige Gebrauch von Dünger – natürlich bezogen auf den Mineraldünger. Ich muss gestehen, dass ich mir an dieser Stelle nicht sicher bin, ob ich sie hier wirklich richtig verstanden habe. Ich hoffe nur, dass dies in etwa der eigentlichen Aussagen von Frau Kuhnt entspricht. Die Alternative wäre nämlich, dass sie eigentlich meinte, dass das Problem nicht das Methan ist, sondern der Mist. Das macht jedoch wenig Sinn, denn das Problem hier ist und bleibt die übermäßige Haltung von Kühen und somit ist das Problem die Kuh herself.

Selbstverständlich folgte hier sogleich der obligatorische Einwand, Schuld ist die Massentierhaltung – vorgebracht von Prof. Dr. Berg. Ein Einwand über den ich mich natürlich sehr gefreut habe. Frau Kuhnt war jedoch wenig erfreut und konterte, dass nicht alle Kühe in Massentierhaltung gehalten werden und man das an dieser Stelle so nicht darstellen dürfe. Theoretisch muss ich ihr Recht geben, praktisch handelt es sich hier jedoch um ein äußerst schwaches Argument. 72 % der Kühe leben in Laufstallhaltung, nur 42 % der Milchkühe erhalten für durchschnittlich 5 Monate im Jahr Zugang zu Weideflächen*. Allerdings sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, möglicherweise wird schon der alleinige Zugang zu einem Laufhof als Weidehaltung angegeben. Lassen wir das an dieser Stelle mal so stehen. Dass ich mit Frau Kuhnt zu diesem Thema keine gemeinsame Ebene finden würde, war mir eigentlich klar.

Anpassungsstrategien versus Strategien des Zulassens

Der dritte Einspieler zeigte die Kraftanstrengungen Miamis sich gegen den steigenden Meeresspiegel zu wappnen. Hier nimmt der Kampf gegen das steigende Wasser aberwitzige Dimensionen an. Ganze Straßenzüge werden höhergelegt und gigantische Pumpen installiert, die das Wasser wieder zurück ins Meer pumpen sollen. Die kosten hierfür (von einigen Millionen Doller jährlich …) übernimmt der Steuerzahler Miamis höchst selbst, denn Washington zahlt hier keinen Penny.

Diskutiert werden sollte daraufhin, wie lange bzw. bis zu welchem Punkt Klimaanpassungsstrategien ökologisch und ökonomisch sinnvoll und vertretbar sind. Leider kam hierzu meiner Meinung nach relativ wenig. Frau Kuhnt hielt sich hier lieber im Hintergrund, da das Land Schleswig-Holstein hier keine Lösungsvorschläge hat. Von einer Strategie des Zulassens war sie wenig begeistert. Zwar gäbe es für Schleswig-Holstein auch hierzu Überlegungen, aber das sieht Frau Kuhnt für das Land ganz und gar nicht. Für sie stehen Klimadeiche im Vordergrund, die auch von den nächsten Generationen noch einmal aufgeschüttet werden können. Was bei den derzeitigen Aussichten wohl auch bitter nötig sein wird.

Dirk Steffens brachte an dieser Stelle noch einmal das sehr wichtig Argument an, dass der im Filmausschnitt gezeigte Beamte in Florida nicht Teil der Lösung, sondern vielmehr Teil des Problems sei. Für den Bau neuer bzw. höhergelegener Straßen und sonstiger Bautechnischer Maßnahmen gegen das steigende Wasser wird unglaublich viel Beton benötigt. Dessen Herstellung verbraucht Sand, ein limitiertes und daher kostbares Gut. Dieser wird andernorts aus dem Ökosystem entnommen, oft von Stränden bzw. Küstenlinien. Diese Ökosysteme werden dadurch gleich zweifach geschädigt. Zum einen durch die Störung, die die Entnahme für das System bedeutet, zum anderen wird die Küste durch die Entnahme angreifbarer. Die Küstenlinie verliert hierdurch Fläche, wird angreifbarer für die Wellen. Langsam aber sicher wird die Küstenlinie erodieren und sich weiter ins Landesinnere fressen.

Peak Child

An dieser Stelle kam es dann durch den Moderator Herrn Pakschies zu einem kleinen thematischen Bruch. Er führte den Zuhörer noch einmal das dramatische Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnten vor Augen und fragte, ob das künftig immer so weitergehen kann oder wird. (Kleiner Lesetipp in diesem Zusammenhang: Die Grenzen des Wachstums von 1972)

Die Antworten folgten prompt. Prof. Dr. Berg berichtete, dass das „Peak Child“ bereits Ende der 1980er erreicht wurde. Gleichzeitige nehme die Fertilität mit zunehmenden Wohlstand ab. Dies sei bisher in allen Gesellschaften zu beobachten gewesen. So ist beispielsweise selbst in Indien ein Rückgang der Kinder pro Frau zu erkenne. Umso wichtiger seien in seine Augen daher Investitionen in Entwicklungshilfe und Bildung. Dirk Steffens konnte hier nur zustimmen und ergänzte, dass die Befreiung von patriarchalischen Strukturen ebenfalls ein großen Beitrag leisten würde. Denn überall dort, wo die Gleichberechtigt von Frau und Mann steigt, steigt der Wohlstand. Für diese Aussage erhielt er stürmischen Applaus. Übrigens kam aus dem Publikum der weise Einwand, man solle im nächsten Jahr die Moderation der Eckernförder Gespräche einer Frau überlassen.

Ozon – Das Positivbeispiel

Der vierte Einspieler kam als eine Art Positivbeispiel und Stimmungsaufheller daher. Denn Film Saving Planet Earth: Fixing a Hole erzählt davon, wie Ronald Reagan and Margaret Thatcher als einzige handelten und sich der menschengemachten Katastrophe Ozonloch stellten. Mittlerweile zeigt sich eine Verbesserung in der Ozonschicht. (Die übrigens bei auf der Erde herrschenden Druckverhältnissen lediglich wenige cm dick ist …) Hätten Ronald Regan und Margaret Thatcher damals nicht gehandelt, wer weiß unter welchen Bedingungen wir heute leben würden. Wieso war es damals möglich ein globales Problem zu lösen, angesichts des Klimawandels rührt sich jedoch nichts?

Anders als heute war der Auslöser damals gut zu definieren. Die hauptsächlich in Kühlschränken und in ein zwei Industriebetrieben zum Einsatz verwendete FCKW konnte demnach einfach verboten werden und man war der Lösung des Problems einen großen Schritt näher. Das funktioniert für den Klimawandel und seine diversen Ursachen sowie Symptome nicht. Wir können also die Hoffnung aufgeben, dass irgendwann zwei konservative Politiker um die Ecke kommen und das Problem für uns lösen.

Aber was können wir dann tun? Wer muss denn nun handeln? Das einzelne Individuum, die Wirtschaft, die Politik?
Herr Pakschies verwies an dieser Stelle auf eine Grafik vom Club of Rome und wies zu Recht darauf hin, dass jeder Einzelne von uns erst einmal um sein eigenes Leben besorgt ist und kurzfristige, ihm persönlich nahe Probleme bewältigen muss (z. B. Habe ich für die kommenden Tage genug zu essen, ein Dach über dem Kopf …?). Erst wenn diese grundlegenden Bedürfnisse erfüllt sind, wird er sich über die goßen Probleme Gedanken machen können. Von daher sei es die Aufgabe derer, die besser gestellt sind, sich um die großen Probleme zu kümmern und sich der Verantwortung nicht zu entziehen.

Ausrede: Armsein

Gleichzeitig wollte Dirk Steffens klargestellt wissen, dass jedoch der Fakt des Armseins keine Ausrede dafür sein kann, sich ökologisch falsch zu verhalten (Ich habe kein Geld und kaufe daher Billig-Fleisch im Discounter). Jeder kann etwas beitragen, jeder in seinem Rahmen und mit seinen Möglichkeiten. Leider bewirken die vielen Negativschlagzeilen derzeit oft das Gegenteil. Sie wecken den Gedanken, man könne eh nichts tun, der eigene Beitrag sei viel zu gering oder schlimmer noch, alles was man tue sei per se klimaschädlich.

Konsens der Diskutierenden: Wir müssen weg von dieser schlechten Sicht der Dinge. Jede Maßnahme zählt und jeder kann seinen Beitrag leisten. Natürlich wären wir hier dann wieder bei dem Thema Bildung angelegt. Nur Aufgeklärte und nicht fehlinformierte Gemüter vermögen eine Aussage darüber zu treffen, ob eine Handlung nun sinnig für das Klima ist oder ob hier eine andere Maßnahme angebrachter wäre.

Nichts desto trotz ist der Klimawandel eine Aufgaben für die Gemeinschaft und nicht für das Individuum.

Wortmeldungen aus dem Publikum

Zum Ende konnte das Publikum – ebenfalls wie jedes Jahr – übrigens das Wort persönlich an die Gäste wenden und eigene Frage und Anmerkungen loswerden.

Meine persönlichen Top 2:

Politiker müssen auch unbequeme Wahrheiten aussprechen, auch auf die Gefahr hin, nicht wiedergewählt zu werden. (Vorgetragen von einer Damen aus dem Stadtrat)

Von Frau Kuhnt folgten daraufhin einige leer Worte. Dirk Steffens pflichtete der Aussage bei, verkündigte jedoch, dass er – wäre er Politiker – auch nicht den Mut dazu hätte. Immerhin ginge es dann ja um den eigenen Job. Politiker hätten es sehr schwer …

Wenn wir wissen, dass die Subventionen für das Anbauen von Mais zur Verbrennung in Biogasanlagen eine schlechte Idee waren, wieso zahlen wir den betroffenen Bauern (immerhin eine überschaubare Anzahl an Personen) dann die versprochenen Subventionen nicht für das Unterlassen? Immerhin sei das Geld so und so weg und die Landwirte würde das gesprochene Geld erhalten.

Das Publikum war begeistert, Frau Kuhnt jedoch weniger. Sie führte nicht zu unrecht ins Feld, die Sicherheit politischer Entscheidungen müsse nun eimal gegeben sein. Eine versprochene Subvention könne man nicht so einfach streichen bzw. für etwas anderes auszahlen. Daraufhin folgte aus dem Publikum von mehren Personen die entrüstete Frage nach dem „Warum?!“. Frau Kuhnt lies jedoch nicht mit sich reden. Sagte jedoch scherzhaft, sie müsse das mit ihrem Finanzminister diskutieren. Wir wissen denke ich alle, dass das nicht passieren wird…

Fazit

Was bleibt nach einem Abend voller guter und sachdienlicher Hinweise, aber auch hohler Floskeln? Der Drang jetzt doch endlich vom bequemen Sofa aufzustehen und etwas zu tun. Und sei es nur der Verzicht auf Torf, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder die Reduktion des Fleischkonsums. (Zugegeben, damit hat meine Wenigkeit eher nichts mehr am Hut.) Leider wurde die geschürte Hoffnung auf etwas konkretere Lösungsansätze nicht erfüllt. Jedoch, wie immer nach solchen Veranstaltungen, bleibt vieles des Gesagtem hängen. Und somit haben die Eckernförder Gespräche zumindest diesen Zweck erfüllt, das wichtige Thema Klimaschutz weiter in den Köpfen festzusetzen.

 


*Proveg (13.07.2018): Milchkühe: Zustände bei der Kuhhaltung in der Milchproduktion. Unter: https://proveg.com/de/5-pros/tiere/milchkuehe-kuhhaltung-milchproduktion/
**Albert Schweitzer Stiftung (o. J.): Milchkühe. Unter: https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/milchkuehe

 

 

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