GREEN SCREEN ’18 – Der erste Tag

Heute stelle ich euch kurz die drei Filme unseres ersten Tages vor. So bekommt ihr vielleicht auch einen kleinen Einblick in die Vielfalt der gezeigten Filme. Am Mittwoch sind wir dann sogleich mit einer bunten Mischung aus Gefieder, Bergwelt und Himmelskörpern in das Naturfilmfestival GREEN SCREEN 2018 gestartet.

© fee | IMG1001 | 2018

Gefieder

Den Auftakt machte Der alte Mann und der Storch. Ein eher rührseliger und weniger wissenschaftlicher Film. Kurz zusammengefasst geht es um einen älteren Herren (Stjepan Vokic), der vor 27 Jahren in Kroatien ein verletztes Storchenweibchen gefunden hat und sich seither aufopferungsvoll um das Tier kümmert. Im Laufe der Zeit hat sich eine enge Beziehung entwickelt. Der Herr schaut mit dem Storch gemeinsam fern, kümmern sich im Winter, füttert bei Zeiten von Nahrungsknappheit zu – auch im Sommer – und kümmert ich sogar um den Partner sowie die Jungen des Weibchen. Sollte ich den Film mit Sternen bewerten, könnte ich lediglich 3 Stück vergeben. Leider konnte er mich persönlich nicht so recht überzeugen

Bergwel

Der zweite Film des Tages war schon spannender. Wenn die Zugspitz’ schwitzt – Klimawandel in den Aplen ist ein sehr kurzweiliger und informativer Film. Allerdings – mir als Nordlicht – fehlten teils die Untertitel. Es war doch schon eine gewisse Konzentration von Nöten, um den Erzählungen der Einheimischen folgen zu können. Auch sind mir besonders zu Beginn Sequenzen aufgefallen, in denen Aussagen getroffen wurden, aber erklärende und weiterführende Informationen fehlten. Wieso ist es notwendig, an einigen Stellen aufzuforsten? Wieso wird hier nur die Lerche gepflanzt, später wird aber viel davon berichtet, dass man sich eigentlich Mischwälder wünscht – mit Buchen, Tannen, Bergahorn und Fichten? Wie wichtig Risiliez für ein System ist wird zwar betont, ist aber mit den zu Beginn gezeigten Bildern nicht zu vereinbaren oder zu erreichen. Hie wäre es natürlich schön gewesen, wenn jemand vom Filmteam anwesend gewesen wäre. So hätte dieses eventuelle Missverständnis gleich aufgeklärt werden können. Es gibt jedoch auf alle Fälle schöne Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt sowie beeindruckende vorher-nachher-Bilder des Gletschers. Der kurze, ernüchternde Ausblick in die Zukunft: in 20 Jahren wird der Gletscher wohl verschwunden sein. Die Fragen die bleiben: Was passiert mit der Permafrostlinse? Diese wurde immerhin bereits in einem warmen Sommer durch schmelzendes Wasser in zwei geteilt. Wird sie sich in sehr kalten Wintern erholen? Wie wird sich die Tier- und Pflanzenwelt in den kommenden Jahren verändern, werden die Bestände auf lange Sicht einbrechen? So, was sagt der Sterneindex? Ich denke, er hat – trotz fehlender Untertitel 😉 – 4 verdient

Himmelskörper

Zum Ausklang des Tages kam es noch eine Expedition Sternenhimmel – zur dunkelsten Nacht Skandinaviens. Dieser Film begleitet den Astrofotografen Bernd Pröschold bei seiner doch recht schwierigen Suche nach einem Ort ohne Menschen, einen dunklen Flecken Erde ohne Lichtverschmutzung. Er bannt zauberhafte Momente auf Bild bzw. Film und lässt den Betrachter staunen. Mehr gibt’s es hierzu eigentlich nicht zu sagen, schöne Aufnahmen, interessante Technik und ein nicht zuletzt sehr sympathischer Bernd Pröschold. Also, 5 Sterne 🙂

Tja, damit war der erste Tag auch „schon“ um. Viel gesehen, viel gehört und sogar einiges gelernt. Klingt in meinen Ohren erfolgreich. Bis zum nächsten Beitrag

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Wann habt ihr euch eigentlich zuletzt einen Naturfilm angeschaut und euch während dessen nicht gleichzeitig noch mit anderen Dingen befasst? 🤔