GREEN SCREEN – zum Filmeschauen nach Eckernförde

Einmal im Jahr findet in Eckernförde ein Festival statt, das seinesgleichen sucht. GREEN SCREEN, das Internationale Naturfilmfestival Eckernförde, besucherstärkstes Naturfilmfestival Europas. Diesen September fand es bereits zum 11. Mal statt und begeisterte seine Besucher – allen voran mich, einen Neuling im Bereich der Filmfestivals. Kernpunkt des Festivals ist seit 2007 der internationale GREEN SCREEN Wettbewerb für die besten Naturfilme des Jahres.

 

Green Screen Eckernförde, 2017
© fee | IMG1001 | GREEN SCREEN 2017

Eckernförder Gespräche eröffnen das GREEN SCREEN 2017

Naturfilmfestival, das bedeutet fünf Tage Naturfilme und Naturdokumentationen satt sowie bereits im Vorfeld jede Menge spannende Veranstaltungen. Beispielsweise die inoffizielle Eröffnung durch die Eckernförder Gespräche am Vorabend des Festivals. Da die Festtage dieses Jahr unter dem Motto „Die Zukunft der Meere“ standen, beschäftigte sich diese Podiumsdiskussion mit dem Thema „Meer aus Plastik – die Vermüllung unserer Ozeane“. Entsprechend dieser Thematik diskutierten sechs Vertreter aus Naturschutz, Wissenschaft, Politik und Plastikindustrie über Ursachen, Gefahren und Lösungen. Auch ein Strandkino war im Vorfeld geplant, leider musste dieses mehrfach verschoben werden. Das Wetter meinte es nicht gut mit Eckernförde. Gezeigt werden sollte TiefenRausch. Eine Tauchexpedition in eine unbekannte Welt von und mit dem Meeresbiologen und Forschungstaucher Uli Kunz.

Erstmalig als Festivalleiter aktiv war dieses Jahr übrigens kein geringer als Dirk Steffens, bekennender Naturfilm- und Dokumentationsfreund. Kennern sicherlich aus Terra X bekannt.

Elfenbeinhandel und die Rolle Chinas

Besonders beeindruckt hat mich in dieser Woche der Film The Ivory Game, eine österreichische Produktion. Der Film zeigt die Abgründe des illegalen Elfenbeinhandels, die Machenschaften der Elfenbeinmafia und beleuchtet die Rolle Chinas in dieser betrüblichen Angelegenheit. Der Film zeigt auf, wieso ein internationales Verbot mit funktionierendem Kontrollmechanismus die einzige Möglichkeit ist, das perverse Abschlachten der Elefanten zu stoppen, aber auch, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist. Zu Recht gewann der Film gleich drei Trophäen. So räumte er nicht nur den Preis in der Kategorie Bester Film ab, sondern nahm auch gleich noch den Preis für die Beste Postproduktion und Green Report mit. Die Streckenweise sehr gewaltigen und bedrückenden Bilder haben es verdient. Zur Vorführung des Films war übrigens auch der Produzent, Walter Köhler, anwesend und durfte im Anschluss mit Fragen gelöchert werden.

Auch zu anderen Filmvorführungen waren Teile der Crew zugegen. Das liegt mitunter daran, dass sich GREEN SCREEN in den letzten Jahren zu einem Treffpunkt des Genres in Deutschland entwickelt hat. Denn neben einem attraktiven Rahmenprogramm finden professionelle Workshops und Seminare statt.

Außer der Reihe

Ausnahmsweise lief dieses Jahr sogar ein Film, der eigentlich erst für nächstes Jahr auf der Planung stand. Der neue Al Gore Film Immer noch eine unbequeme Wahrheit, welcher erst am 7. September 2017 in den deutschen Kinos anlief. Es handelt sich hier um die Fortsetzung der Dokumentation Eine unbequeme Wahrheit, in der Al Gore bereits 2006 vor den Folgen des Klimawandels warnte.

2018 kommt bestimmt

Neugierig geworden? Dann merkt euch schon mal den 12. bis 16. September 2018 vor. Da geht GREEN SCREEN in seine 12. Runde. Dann unter dem Motto „Artenvielfalt“.

 

Besuche GREEN SCREEN im Netz: www.greenscreen-festival.de

Für den deutschen Trailer zum Film The Ivory Game hier klicken: 📺

Für den deutschen Trailer zum Film Immer noch eine unbekannte Wahrheit hier klicken: 📺

 

 

Dieser Beitrag wurde erstmalig am 29.09.2017 auf www.block-f.com veröffentlicht.

 

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